Nationale Bildungsplattform

Unternehmen leisten einen Großteil der Weiterbildung: Wurde das ausreichend berücksichtigt?

Stefan Peukert, Gründer von Masterplan.com, über die Initiative "Nationale Bildungsplattform"

Stefan Peukert, Gründer von Masterplan.com, kommentiert den Start der Initiative „Nationale Bildungsplattform“

 

Berlin/Bochum, 03. Mai 2021: Stefan Peukert, Gründer und Geschäftsführer der Lernplattform Masterplan.com, kommentiert den Start der Initiative “Nationale Bildungsplattform”. Masterplan wird von über 250 Unternehmen – darunter VW, Otto-Group und EON – zur Digitalisierung der internen Weiterbildungsangebote genutzt.

Zusammenfassung:
Die nationale Bildungsplattform adressiert den lebenslangen, individuellen Bildungsweg. Auffällig ist, dass Fortbildung im Unternehmen dabei nicht genannt wird, obwohl Unternehmen ein Großteil der Bildung im Erwachsenenalter leisten: Weder in der Ausschreibung des Bundesanzeiger noch in der Pressemitteilung des Ministeriums sind betriebliche oder berufliche Formen der Weiterbildung adressiert. Wie kann die Bildungsplattform dem Anspruch gerecht werden, den lebenslagen Bildungsweg abzubilden, wenn die berufliche Fortbildung dabei nicht berücksichtigt wird?

Kommentar:
Stefan Peukert, Gründer und Geschäftsführer von Masterplan:
“Prinzipiell ist es eine gute Idee, per Metaplattform mehr Transparenz und Übersichtlichkeit im sehr komplexen Feld der Bildungsangebote zu schaffen. Die mutige, fast visionäre Ambition der Initiative zeigt, dass die Bundesregierung die Themen lebenslanges Lernen (nun) mit voller Kraft angeht. Eines darf jedoch nicht vergessen werden: Der überwiegende Teil der Weiterbildung nach dem Schul- oder Studienabschluss passiert nicht als Privatperson, sondern im Unternehmen als Angestellte*r.

Hier haben deutsche Unternehmen schon vor langer Zeit erkannt, dass sie selbst massiv in Bildung investieren müssen, um im immer schnelleren permanenten Wandel global wettbewerbsfähig zu bleiben. Allein zwischen 2016 und 2019 sind die Ausgaben der betrieblichen Fortbildung laut Institut der deutschen Wirtschaft um 23 Prozent gestiegen. Im Schnitte geben deutsche Unternehmen mehr als 1200 Euro pro Mitarbeiter und Jahr aus, kleine übrigens deutlich mehr als größere. Und bereits im Jahr 2019, also noch weit vor Corona, haben bereits 91% aller deutschen Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen digitales Lernen angeboten.

Viele Unternehmen nutzen für ihre Weiterbildungsmaßnahmen betriebliche Lernplattformen (wie die unsere), die ein ähnliches Ziel verfolgen wie die Bildungsplattform: Ein Sammelsurium an Lernangeboten bündeln und individuelle Pläne zur permanenten beruflichen Weiterentwicklung der Kollegen:innen erarbeitenund dies oft auch als sogenannter “Self-Service”. Wenn die nationale Lernplattform den Anspruch hat, die Menschen lebenslang umfassend zu begleiten, wird es spannend sein zu sehen, wie das mit der betrieblichen Weiterbildung korrespondiert: Ob auch Unternehmen dort auf Angebote zugreifen können, beziehungsweise, ob und wie das persönliche Lernprofil auf der nationalen Bildungsplattform berufliche Fortbildung berücksichtigen wird.” 

 

Über Masterplan.com

Die Lernplattform Masterplan.com macht betriebliche Fortbildung so einfach und motivierend wie niemals zuvor: Bereits über 250 Unternehmen – darunter VW, die Otto-Group, EON, Commerzbank und Beiersdorf – nutzen Masterplan, um ihre Weiterbildungsangebote zu digitalisieren. Bekannt geworden ist Masterplan durch seine Kurse zur Digitalisierung – mit Koryphäen aus der Startup-Szene wie Frank Thelen oder Rolf Schrömgens. Inzwischen ist das Unternehmen eine umfangreiche SaaS-Lernsoftware.

Die Mission von Masterplan ist es, den permanenten Wandel in Unternehmen als etwas Spannendes und Positives erlebbar zu machen. Daraus leitet sich auch das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens ab, die intuitivste und schnellste Benutzeroberfläche anzubieten. Beispielsweise können Unternehmen in wenigen Minuten eigene Inhalte mit Masterplan-Lektionen und mit selbsterstellten Quiz-Elemente kombinieren. Diese interaktiven Lernpfade können dann einzelnen Mitarbeitern individuell zugeordnet und der Lernfortschritt ausgewertet werden.

Die Serien-Unternehmer Stefan Peukert und Dr. Daniel Schütt gründeten die Plattform 2017 und haben seitdem über 13 Millionen Euro Wagniskapital für ihr B2B EdTech-Startup eingesammelt. Zu den Investoren zählen u. a. Tengelmann Ventures, Ex-Bertelsmann-CEO Gunter Thielen, Kanzler der CODE University Thomas Bachem sowie die RAG-Stiftung, DvH Ventures, und die NRW.BANK. Masterplan.com hat neben dem Hauptsitz in Bochum, weitere Standorte in Berlin und Wien und beschäftigt rund 70 Mitarbeiter.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

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