Was nächstes Jahr für Führungskräfte wichtig wird

2020 war ein Jahr voller Herausforderungen: Privat und beruflich mussten viele von uns so flexibel sein wie nie zuvor. Dem Wirtschafts- und Bildungssystem ist schmerzlich bewusst geworden, dass wir mit der digitalen Transformation noch ganz am Anfang stehen – und gleichzeitig konnten wir sehen, dass wir schneller und besser digital zusammenarbeiten können als zuvor gedacht. Eines ist sicher: die Corona-Pandemie wird uns in allen Lebensbereichen weiterhin beschäftigen. Was für Führungskräfte nächstes Jahr wichtig wird, erklärt Stefan Peukert, Co-CEO und Co-Gründer der E-Learning-Plattform Masterplan.com (zuerst erschienen in: Computerwoche).

 

Drei Führungskräfte-Trends in 2021

 

Trend #1: Ein tieferes Verständnis für die Bedürfnisse von Kunden

In einer sich rapide verändernden Welt ist Kontext das Wichtigste, das Sie ihren Mitarbeitern geben können. Kundenzentrierte Unternehmen hatten schon vor der Pandemie einen klaren Wettbewerbsvorteil, weil sie ihre Produkte und Services den individuellen Bedürfnissen ihrer Kunden entsprechend ausrichten.

Wichtig ist deshalb, das Verständnis des Teams für die “neue Welt” da draußen und somit auch für den Alltag der Kunden zu vertiefen. Exponentielles Wachstum zu verstehen, ist genauso essentiell, wie die Chancen neuer Technologien, Arbeitsmethoden und Geschäftsmodelle zu begreifen. Somit wird nicht nur Raum für Innovation geschaffen, sondern den Mitarbeitern auch dabei geholfen, zukünftige Änderungsprozesse besser anzunehmen, weil sie das “Warum” dahinter verstehen.

 

Trend #2: Hybride Arbeitsmodelle für mehr Flexibilität und Geschwindigkeit

Homeoffice und Zoom-Meetings sind der neue Normalzustand. Viele der großen internationalen Tech-Riesen wie Shopify oder Google, haben sich bereits heute entschlossen, die Homeoffice-Regelungen noch bis mindestens Mitte nächsten Jahres beizubehalten. In diesen unsicheren Zeiten ist das Aufrechterhalten von menschlichen Beziehungen sowie eine gewisse Stabilität besonders wichtig, um produktiv zusammenzuarbeiten.

Unternehmen werden 2021 dafür sorgen müssen, dass ihre Angestellten sowohl im Homeoffice, als auch im Büro bestmöglich arbeiten können. Im Fokus sollte dabei die eindeutige Kommunikationskultur stehen.

Ziel ist es, keinen Raum für Spekulationen zu lassen, um eventuelle Unsicherheiten womöglich noch zu befeuern. Sicherheitsvorkehrungen und neue Arbeitsprozesse sollten eindeutig und zeitnah kommuniziert werden. 

Bei der Vorbereitung der Mitarbeitenden auf hybride Arbeitsmodelle gilt es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch weitere Unterstützung anzubieten. Konkret bedeutet dies, dass Angestellte nicht nur aktiv im Umgang mit digitalen Tools geschult werden, sondern auch Unterstützung bei der Einrichtung eines gesunden Arbeitsplatzes im Homeoffice erhalten. 

 

Trend #3: Digitales Training wird zum neuen Normalzustand

Viele Unternehmen mussten in diesem Jahr Prozesse komplett umstrukturieren , um die notwendige Flexibilität gewährleisten zu können. Das hat nicht selten zu einer höheren Produktivität und Geschwindigkeit geführt. Jetzt geht es darum, diese schnell geschaffenen Strukturen zu festigen und Mitarbeiter mit den Fähigkeiten auszustatten, die sie in Zukunft brauchen, um auch weiteren Veränderungen gegenüber offen zu sein.

Der Lockdown hat gerade im produzierenden Gewerbe dazu geführt, dass ein größerer Fokus auf das Schulen von neuen Fähigkeiten, dem sogenannten Up- und Reskilling, gelegt wurde, um die Schließzeiten produktiv zu nutzen. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen – und zwar komplett digital. 

Digitale Schulungen sparen nicht nur Kosten, sondern fügen sich besser in den flexibel gestalteten Arbeitsalltag ein. Mit den richtigen Tools können die Verantwortlichen innerhalb kürzester Zeit neue Inhalte erstellen und an alle relevanten Mitarbeiter ausspielen. So ist sichergestellt, dass jeder im Team Zugriff auf – zum Teil kurzfristig – wichtige Informationen hat und sich langfristig die für sie oder ihn relevanten Fähigkeiten aneignen kann. Die richtige Einstellung und die zukunftsweisenden Fertigkeiten der Mitarbeiter sind treibende Faktoren für ein erfolgreiches und erfülltes Zusammenarbeiten in 2021 und darüber hinaus.

 

Fazit

Auch im kommenden Jahr bleibt die Digitalisierung ein vorherrschender Trend in der Wirtschaft – und das nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie. Dabei ist es wichtig zu begreifen, dass kein Unternehmen mehr daran vorbeikommt, wenn es seine Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen möchte. Sowohl das tiefere Verständnis für die Bedürfnisse von Kunden, hybride Arbeitsmodelle als auch digitale Trainings bilden die Kerntrends für 2021.