E-Learning: 10 Vorteile für digitales Lernen in Unternehmen

Manfred Rump

E-Learning ist in vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Vorbehalte gibt es allerdings nach wie vor, besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Deine Organisation hadert noch mit der Umstellung auf digitales Lernen? Dann überzeuge dich oder deine Vorgesetzten mit diesen 10 Vorteilen von E-Learning!

Auf einen Blick: 10 Vorteile von E-Learning

Digitales Lernen ist auf dem Vormarsch, über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg! Gerade ab 2020 haben viele Organisationen im Zuge der Corona-Pandemie ihre Weiterbildungen digitalisiert und sehen E-Learning laut Randstad auch als zunehmend wichtig für den Unternehmenserfolg an:

Randstad Infografik zu digitalem Lernen im Mittelstand

Tendenziell skeptischer gegenüber E-Learning sind dabei kleinere und mittlere Unternehmen. Für sie kann es herausfordernd sein, dass digitales Lernen zunächst die nötige technische Infrastruktur und das technische Anwendungs-Know-how voraussetzt. Außerdem braucht es die Bereitschaft, die Lernkultur im Unternehmen zu verändern. 

Allerdings sind all das keine unüberwindbaren Hürden (Sie lassen sich auch gemeinsam mit einem kompetenten E-Learning-Anbieter lösen! 😉) und keine Gründe, langfristig auf E-Learning zu verzichten!

Wir zeigen, warum jedes Unternehmen auf E-Learning setzen sollte. Und zwar anhand von diesen 10 Vorteilen:

1. Kosten einsparen

Im Vergleich zu traditionellen Schulungsprogrammen wie Seminaren oder Workshops vor Ort sind Online-Kurse und Schulungen oft wesentlich kostengünstiger. Dein Unternehmen kann eine Menge Geld sparen, beispielsweise weil Mitarbeitende die Schulungen gleichzeitig und von jedem Standort aus durchführen können und sich dadurch unter anderem Reise- und Unterkunftskosten für Schulungen vor Ort reduzieren.

Zudem können Mitarbeitende ihre Lernzeit in der Regel flexibler einteilen und Kurse in ihrem eigenen Tempo absolvieren, ohne dass ihre Arbeitsbelastung beeinträchtigt wird. Eine Lernplattform kann also nicht nur zur Weiterbildung deiner Mitarbeitenden beitragen, sondern auch erhebliche Einsparungen für dein Unternehmen bringen.

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2. Den Return on Learning maximieren

Eine digitale Lernplattform kann bereits kurzfristig zu messbaren Kosteneinsparungen führen, indem beispielsweise Reisekosten und Aufwendungen für physische Schulungen minimiert werden. In diesem Sinne wirken sich Kosteneinsparungen also bereits direkt positiv auf den Return on Investment (ROI) of Learning aus.

Durch den Einsatz einer digitalen Plattform lässt sich aber auch langfristig der Return on Learning mit Blick auf die Lerneffekte für Mitarbeitende steigern. Diese können fortan kontinuierlich geschult und weitergebildet werden, was zu einer höheren Fachkompetenz und Produktivität in der täglichen Arbeit führt. 

Entscheidend dabei ist: Das Upskilling ist durch eine digitale Lernlösung skalierbar und der Lernerfolg messbar. Das bedeutet, Lernen im Unternehmen kann durch digitale Lösungen noch effizienter gestaltet werden und so nachhaltig auf die Entwicklung der Mitarbeitenden und der Organisation insgesamt einzahlen.

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3. Lernerfolg messbar machen

Mit einer digitalen Lernplattform kann dein Unternehmen den Fortschritt und die Lernleistung deiner Mitarbeitenden in Echtzeit verfolgen und messen. So siehst du genau, welche Kurse und Schulungen erfolgreich absolviert wurden und wo noch Verbesserungen nötig sind. 

Das hilft dir und deinem Unternehmen dabei, gezielte Schulungsprogramme zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Belegschaft kontinuierlich ihr Wissen und ihre Fähigkeiten verbessert.

Die Messbarkeit der Lernfortschritte hilft schließlich auch dabei, den Return on Learning zu ermitteln und die Effektivität deiner L&D-Strategie nachzuweisen.

4. Mitarbeitende langfristig binden 

Nie gab es mehr freie Stellen und nie waren Stellen länger unbesetzt als heute! 

Eine Lernplattform kann deinem Unternehmen dabei helfen, Mitarbeitende langfristig an dein Unternehmen zu binden. 94% der Nutzer:innen der Karriereplattform LinkedIn geben an, dass sie länger bei ihrem letzten Arbeitgeber geblieben wären, wenn dieser in ihre berufliche Entwicklung und Weiterbildung investiert hätte. 

Die richtige Lernplattform kann sich also positiv auf die Mitarbeiterbindung und letztendlich auch auf den Erfolg deines Unternehmens auswirken. Im Vergleich kann es schließlich teuer sein, neue Mitarbeitenden zu rekrutieren und einzuarbeiten – Tendenz steigend!

Denn laut aktuellen Vorausberechnungen wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (20 und bis 65 Jahre) in Deutschland bereits im Jahr 2030 um etwa 4 Millionen Menschen sinken. 

Gerade angesichts dieses zunehmenden Fachkräftemangels gilt es umso mehr, Mitarbeitende aus dem eigenen Unternehmen heraus weiterzuentwickeln!

5. Zukunftsfähigkeit sichern

Rasanter Wettbewerb, hochkomplexe Märkte, digitaler Wandel: Die einzige Konstante in der heutigen Geschäftswelt ist: Veränderung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und weiter zu wachsen, müssen sich Unternehmen immer wieder neu erfinden und transformieren.

Eine digitale Lernplattform kann dir und deinem Unternehmen dabei helfen, Fähigkeitslücken deiner Mitarbeitenden frühzeitig zu identifizieren. Du kannst beispielsweise feststellen, welche Kurse oder Schulungen am häufigsten besucht werden und zu welchen Themen es die meisten Unklarheiten gibt. 

Mit einer Learning Engagement Plattform bist du an dieser Stelle besonders reaktionsschnell: Du kannst diese Fähigkeitslücken etwa mit bestehenden Weiterbildungen adressieren oder kurzerhand eigene Lerninhalte produzieren und einbinden.

Auf dieser Grundlage kannst du dann proaktiv Maßnahmen ergreifen, um etwaige Lücken zu schließen und sicherzustellen, dass deine Mitarbeitenden stets auf dem neuesten Stand sind – und dein Unternehmen für künftige Herausforderungen gewappnet ist!

6. Bedarfsgerechtes Lernen ermöglichen

Unternehmen haben mit E-Learning die Möglichkeit, Mitarbeitende bedarfsgerecht zu schulen und die individuellen Präferenzen der Lernenden in den Fokus zu stellen. Bei der Online-Schulung entfallen nämlich allen voran die zeitlichen und örtlichen Hindernisse.  

Der Lernenden-zentrierte Ansatz wirkt sich auf insgesamt vier Dimensionen aus, nämlich Zeit (Time), Ort (Place), Lernpfad (Path) und Lerngeschwindigkeit (Pace):

  • Time: Lernende entscheiden je nach Ansatz selbst, wann sie sich mit den Lerninhalten auseinandersetzen.
  • Path: Lernende können abhängig vom gewählten Ansatzzu einem gewissen Grad selbstgesteuert lernen und durchlaufen gegebenenfalls Module, in denen sie angeleitet werden oder sich in Lerngruppen zusammentun.
  • Place: Die Lernmethoden beim E-Learning sind nicht auf einen bestimmten Ort beschränkt, sondern können prinzipiell ortsungebunden stattfinden.
  • Pace: E-Learning ermöglicht je nach Lernform einen gewissen Anteil an autonomem Lernen mit individueller Lerngeschwindigkeit.

7. Lernerfolge steigern

Laut Trendstudie mmb Learning Delphi 2020/2021 wird Blended Learning zukünftig die wichtigste Rolle beim digitalen Lernen spielen. Fast 80 % der L&D- und HR-Manager:innen sehen das Angebot an unterschiedlichen Lernformen als essenziell oder sehr wichtig an, um Lerninitiativen zu unterstützen.

Und das ist durchaus begründet: Studien wie „The Effectiveness of Blended Learning in Corporate Training Programs“ von Clark & Mayer deuten darauf hin, dass Integration neuer, digitaler Lernformate und die Kombination mit Offline-Trainings zu besseren Lernresultaten führt.

Wer also nur Offline-Schulungen anbietet, schöpft das Lernpotenzial der Mitarbeitenden noch nicht aus! Mit E-Learning-Angeboten können Unternehmen ihre Weiterbildungslandschaft sinnvoll erweitern und ihren Mitarbeitenden nicht nur attraktivere, sondern auch erfolgreichere Lernerfahrungen bieten.

8. Lernmotivation erhöhen

Reines Präsenztraining ist für Mitarbeitende zudem weniger motivierend als eine Mischung aus Offline- und Online-Training. Das fand Will Talheimer in einer Studie heraus, die den Einfluss von Blended Learning auf Lernende untersucht hat.

Digitale Lernplattformen wie Masterplan nutzen dazu etwa Gamification. Lernende erhalten dabei Punkte für abgeschlossene Lektionen und können sich in einer Rangliste untereinander messen. Das spornt zusätzlich zum Weiterlernen an!E-Learning in Kombination mit Präsenzeinheiten kann aber auch auf andere Weise Social Learning fördern, indem beispielsweise Diskussionsthemen zunächst in einem Online-Kurs vermittelt werden und die eigentliche Gruppendiskussion dann in einem Präsenztermin stattfindet. Auf diese Weise kann E-Learning alle Teilnehmenden auf den gleichen Wissenstand bringen und für die Aktivitäten in einem Präsenztermin befähigen.

9. Wissen nachhaltig festigen

Bereits 1885 stellte der deutsche Psychologe Dr. Hermann Ebbinghaus fest, dass es eine Lernkurve beim Erwerb neuer Informationen und Fähigkeiten gibt. Wissen geht mit der Zeit verloren, ohne ausreichende Unterstützung und Übung.

Die Vergessenskurve nach Ebbinghaus

Lernen ist eben kein Event, sondern ein Prozess!

Was also tun? Um Wissen nachhaltig zu festigen, muss es fortlaufend wiederholt, neu erlernt, überprüft und angewandt werden. Genau das kann sichergestellt werden, wenn dein Unternehmen singuläre Präsenzveranstaltungen durch kontinuierliches E-Learning ersetzt bzw. ergänzt.

Online-Lektionen zur Wissensvermittlung können etwa mit Präsenzeinheiten kombiniert werden, in denen das Gelernte dann angewendet oder präsentiert werden muss. So werden immer neue Impulse gesetzt, die das Wissen reaktivieren.

Außerdem setzen digitale Lernplattformen wie Masterplan auf Microlearning. Dabei werden Lerninhalte in kleinere Lerneinheiten, beispielsweise kurze Videos, eingeteilt. Auf diese Weise können Mitarbeitende nicht nur innerhalb von wenigen Minuten kompakte „Wissenshappen" aufnehmen, sondern bestimmte Themen auch schrittweise in eigenem Tempo erschließen.

10. Kommunikation im Unternehmen verbessern

E-Learning erleichtert durch die Nutzung von Technologien die Kommunikation unter Lernenden, auch wenn sie nicht am gleichen Ort zur gleichen Zeit zusammenkommen.

Das betrifft zum einen den synchronen Austausch in Lerngruppen und zwischen Lernenden und Lehrenden, etwa via Video-Chat. Zum anderen bieten digitale Lernplattformen aber auch die Möglichkeit, dass sich die Lernenden und Lehrenden asynchron und damit schnell untereinander austauschen können.

Das gilt auch für Blended Learning: Wenn etwa Verständnisfragen bereits vor einer Präsenzaktivität über Foren oder Chats geteilt und geklärt werden können, bleibt bei der Aktivität selbst mehr Zeit für die eigentlichen Lerninhalte. Und wenn Präsentationen, Aufzeichnungen oder sonstige Informationen im Nachgang online verfügbar sind, werden auch Abwesende auf den gleichen Wissensstand gebracht.

Außerdem kann eine Lernplattform als Ressourcensammlung dienen, sodass Lernende fortlaufend auf Lernmaterialien, Kurspläne und Informationen zu Lernfortschritten zugreifen können.

Fazit: Mit digitalem Lernen die Zukunft gestalten  

Wir sehen: E-Learning bietet sowohl für die Mitarbeitenden als auch für das Unternehmen selbst viele Vorteile, die die möglichen Vorbehalten in den Schatten stellen.

Natürlich ändert sich die Lernkultur mit der Einführung von digitalem Lernen und natürlich braucht es gegebenenfalls auch zunächst die technische Infrastruktur und Ausstattung. Allerdings muss das Lernen nicht von jetzt auf gleich von analog auf digital umgestellt werden.

Es gibt viele Möglichkeiten, Präsenzformate sukzessiv um digitale Lernformen zu erweitern und das Thema E-Learning auf diese Weise schrittweise im eigenen Unternehmen zu etablieren. Und der richtige E-Learning-Anbieter unterstützt bei der Implementierung ebenfalls auf technischer und strategischer Ebene.

Interesse an einer digitalen Lernplattform geweckt? Erfahre in unserem Guide, wie du bei der Suche und Auswahl vorgehst, um die passende Lösung für dein Unternehmen zu finden!

Guide: In 4 Schritten zur passenden Lernplattform

FAQ zum Thema

Manfred Rump

Manfred Rump ist Senior Content Marketing Manager bei Masterplan. Im Blog teilt er Insights aus seinen Gesprächen mit Lernexpert:innen und beleuchtet aktuelle Lerntrends in Unternehmen.
Guide: In 4 Schritten zur passenden Lernplattform

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